Überbeweglichkeit mit Physiotherapie lindern

Mittwoch, 18. Juni 2014, 09:01 Uhr

Wer sich durch Überbeweglichkeit eingeschränkt fühlt oder Schmerzen hat, könnte von gezieltem Krafttraining profitieren. Das Institut für Physiotherapie am Inselspital und die Berner Fachhochschule Gesundheit suchen für eine Folgestudie Probandinnen.

Physiotherapeut Gere Luder bereitet eine Studienteilnehmerin für die Messungen beim Treppensteigen vor (Foto: Marco Zanoni)

Zwischen 10 und 30 Prozent der Bevölkerung ist von Überbeweglichkeit (Hypermobilität) betroffen – v.a. sind dies junge Frauen. Für die Hälfte der Betroffenen bedeutet das instabile Gelenke, Verletzungen der Bänder, chronische Muskel- oder Gelenk-Schmerzen und ein erhöhtes Athrose-Risiko.

Das Knie als Leidträger

In einer ersten Studie mit 195 Teilneherimmen konnten wichtige körperliche Unterschiede zwischen normalbeweglichen Frauen (67) und überbewegliche Frauen mit Beschwerden (56) und ohne Beschwerden (47) gezeigt werden. Eine Messung der aktiven Muskeln mittels Elektromyografie (EMG) ergab dabei eine erhöhte Belastung von Kniegelenk und Muskeln bei hypermobilen Frauen mit Beschwerden.

Eine Folgestudie hat nun zum Ziel, ein Krafttraining zu entwickeln, das gezielt die Beschwerden hypermobiler Frauen lindern kann. Dazu rekrutieren die Forschenden derzeit 50 überbewegliche Frauen, die während 12 Wochen ein begleitetes Krafttraining durchführen möchten. Betreut werden sie interdisziplinär von Physiotherapeuten, Sport- und Bewegungswissenschaftlern und Ärzten. Detail-Informationen und Kontakt zur Anmeldung im beiliegenden Flyer.